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Warum gibt es Förderkreise?

Privatpersonen werden nicht direkt Mitglieder der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie treten stattdessen einem der beiden Schweizer Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Institutionen, die bei Oikocredit investieren.

Die Förderkreise sind für die treuhänderische Verwaltung der Gelder und die Mitgliederbetreuung zuständig. Sie sind Teil der internationalen Genossenschaft Oikocredit und üben dort ihr Stimmrecht aus.
In der Schweiz gibt es zwei Förderkreise: Oikocredit deutsche Schweiz und Oikocredit Suisse Romande. InvestorInnen wählen ihren Förderkreis gemäss Ihres Wohnsitzes und/oder ihrer sprachlichen Präferenzen. Italienischsprachige SchweizerInnen werden in beiden Förderkreisen gerne aufgenommen.

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Oikocredit International passt Dividendenvorschlag an

Oikocredit International passt Dividendenvorschlag an

Oiko_Statement_nur Logo.jpg06. Mai 2020

Dividendenempfehlung für 2019 von 1 Prozent auf 0 Prozent angepasst

Dieser Vorschlag wird den Genossenschaftsmitgliedern bei der Generalversammlung von Oikocredit International in Amersfoort (Niederlande) am 11. Juni 2020 zur Abstimmung vorgelegt. Die Mitglieder werden per Online-Konferenz zugeschaltet und stimmen über ein E-Voting-System ab. Die endgültige Entscheidung über die Dividende liegt bei den Mitgliedern.

Die Entscheidung, die Dividendenempfehlung zu revidieren, wurde vom Vorstand von Oikocredit International getroffen und vom ihrem Aufsichtsrat genehmigt.

Oikocredit hatte im Zuge der Veröffentlichung ihrer positiven Finanzergebnisse für 2019 am 19. März einen Dividendenvorschlag von 1 Prozent angekündigt.

Die Entwicklung der Coronavirus-Krise hat seither den globalen Kontext, in dem Oikocredit tätig ist, erheblich verändert. Viele der Faktoren, die dem 1-Prozent-Vorschlag zugrunde lagen, sind nicht mehr gleichermaßen gültig.

Die vollen Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäfts- und Finanzlage von Oikocredit sind noch nicht absehbar, aber die Genossenschaft rechnet nicht mehr damit, ihre Wachstums- und Renditeziele für 2020 zu erreichen.

Angesichts der ständigen Veränderungen durch die Corona-Krise und der Unsicherheit, welche die Pandemie mit sich bringt, ist der Vorstand von Oikocredit der Ansicht, dass es im Interesse der Genossenschaft sei, für 2019 keine Dividenden an ihre Mitglieder auszuschütten:

  • Oikocredit könne so die 11 Millionen Euro, die ansonsten als Dividenden ausgeschüttet würden, den allgemeinen Rücklagen zuführen. Dies würde der Genossenschaft ermöglichen, auch negative wirtschaftliche Entwicklungen besser abzufedern zu können, wenn diese eintreten sollten.
  • Dieser Schritt könne zudem zur Kontinuität der Genossenschaft und der Absicherung des Kapitals ihrer Mitglieder beitragen, während die durch die Pandemie verursachten Unsicherheiten anhalten.
  • Oikocredit könne dadurch flexibler auf die Bedürfnisse der von ihr finanzierten Partner reagieren, die ihrerseits Menschen mit niedrigem Einkommen unterstützen, die von der Krise am stärksten betroffen sind.

Oikocredit beobachtet die regionalen und internationalen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Pandemie sehr genau. Zudem arbeitet die Genossenschaft eng mit ihren Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen, um ihre jeweiligen Bedürfnisse und Herausforderungen zu ermitteln und herauszufinden, wie Oikocredit am besten zur Bewältigung beitragen kann. Dies gilt insbesondere dort, wo Partner mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Die Genossenschaft kooperiert zudem mit gleichgesinnten Organisationen, darunter auch andere Impact Investoren. Mit vereinten Kräften werden zurzeit Kooperationen und Initiativen auf den Weg gebracht, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen.

Darüber hinaus bietet Oikocredit ihren Partnern Unterstützung durch zusätzliche Beratungsangebote und Capacity-Building-Programme. Dazu gehören eine Webinar-Reihe zum Krisenmanagement während der Pandemie, Angebote zur virtuellen Vernetzung, damit sich Partner über erfolgreiche Praktiken im Krisenmanagement austauschen können, sowie ein Coronavirus-Solidaritätsfonds, um Mikrofinanzpartnern zusätzliche Unterstützung für ihre KundInnen zukommen zu lassen.

Thos Gieskes, Geschäftsführer von Oikocredit, ordnet die Maßnahme der geänderten Dividendenempfehlung wie folgt ein: „Die Revision unseres Dividendenvorschlags ist Teil des proaktiven Umgangs von Oikocredit mit der beispiellosen Situation, die das Coronavirus für uns alle geschaffen hat. Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit, mit der unsere Partnerorganisationen – und damit auch Oikocredit – konfrontiert sind, erachten wir es als vernünftig, unsere Reserven zu stärken, um so gut wie möglich auf negative Entwicklungen vorbereitet zu sein. Mit einem starken Jahr 2019 hinter uns und mit der Rückendeckung, die wir weiterhin von unseren Investorinnen und Investoren erhalten, bin ich zuversichtlich, dass Oikocredit auch in dieser schwierigen Zeit ihren Auftrag erfüllen wird. Und diese Kontinuität ist von größter Bedeutung, insbesondere in einer Zeit, in der unsere Partner und die Menschen mit geringem Einkommen, für die wir gemeinsam tätig sind, unsere Unterstützung am dringendsten brauchen.“

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