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Warum gibt es Förderkreise?

Privatpersonen werden nicht direkt Mitglieder der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie treten stattdessen einem der beiden Schweizer Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Institutionen, die bei Oikocredit investieren.

Die Förderkreise sind für die treuhänderische Verwaltung der Gelder und die Mitgliederbetreuung zuständig. Sie sind Teil der internationalen Genossenschaft Oikocredit und üben dort ihr Stimmrecht aus.
In der Schweiz gibt es zwei Förderkreise: Oikocredit deutsche Schweiz und Oikocredit Suisse Romande. InvestorInnen wählen ihren Förderkreis gemäss Ihres Wohnsitzes und/oder ihrer sprachlichen Präferenzen. Italienischsprachige SchweizerInnen werden in beiden Förderkreisen gerne aufgenommen.

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Frischer Fisch für Sambia

Frischer Fisch für Sambia

2052-yalelo-zm-1500pxs-03.jpg Januar 2018

Der starke Fischfang führt zu leeren Netzen und traurigen Gesichtern. Das war lange Zeit der Alltag der ehemals stolzen Fischer vom Kariba-See in Sambia.

Ohne Einkommen und Perspektiven stand die Zukunft der Fischer und ihrer Familien auf Messers Schneide. Ohne den einheimischen Buntbarsch fehlte ausserdem eine wichtige Proteinquelle in der traditionellen sambischen Küche. Ersatz fanden die Menschen in importierten Fischen aus China.

Geld züchtet Fische

Das einheimische Aquakultur-Unternehmen Yalelo Ltd. lässt die Menschen wieder hoffen. Das Unternehmen, seit 2014 Oikocredit-Partner, hat sich der nachhaltigen Fischzucht verschrieben. «Die Investitionen von Oikocredit haben es uns ermöglicht, die Zucht schnell auszubauen und nachhaltig zu arbeiten», erklärt der Geschäftsführer Bryan McCoy. Davon profitieren alle Beteiligten: Fischer, Lieferanten, die Menschen aus Sambia und aus den Nachbarländern.

Die Investment-Genossenschaft Oikocredit ist seit 40 Jahren Pionier sozial-ethischer Investitionen. Mehr als 54'000 Anlegerinnen und Anleger finanzieren Projekte des Fairen Handels, Erneuerbarer Energien, der Förderung von Frauen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in über 70 Entwicklungs- und Schwellenländern.

Steigerung ohne Wachstumshormone

Inzwischen arbeiten über 260 Fischer zusammen mit ihren Frauen für das Unternehmen. Diese Arbeit bringt ihnen einen festen Lohn und macht sie stolz. Auch die lokale Wirtschaft profitiert. Regionale Landwirte liefern Soja als Futtermittel. Yalelo Ltd. verzichtet auf die Zugabe von Antibiotika, Wachstumshormonen und Chemie. Die Kooperative konnte durch ihre nachhaltige Methode die Fangmengen dauerhaft steigern. Deswegen spielt Yalelo Ltd. eine wichtige Rolle bei der Ernährung des Landes. Die Importe von Tiefkühlfisch aus China konnten stark reduziert werden. Auch die Menschen aus den Nachbarländern erhalten Frischfisch aus Sambia und profitieren von diesem Projekt. Heute gilt das Prinzip: Global denken, lokal handeln.

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