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Warum gibt es Förderkreise?

Privatpersonen werden nicht direkt Mitglieder der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie treten stattdessen einem der beiden Schweizer Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Institutionen, die bei Oikocredit investieren.

Die Förderkreise sind für die treuhänderische Verwaltung der Gelder und die Mitgliederbetreuung zuständig. Sie sind Teil der internationalen Genossenschaft Oikocredit und üben dort ihr Stimmrecht aus.
In der Schweiz gibt es zwei Förderkreise: Oikocredit deutsche Schweiz und Oikocredit Suisse Romande. InvestorInnen wählen ihren Förderkreis gemäss Ihres Wohnsitzes und/oder ihrer sprachlichen Präferenzen. Italienischsprachige SchweizerInnen werden in beiden Förderkreisen gerne aufgenommen.

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Kenia - Nuss mit Genuss

Kenia - Nuss mit Genuss

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Mit dem Anbau und Verkauf von Erdnüssen bietet das kenianische Familienunternehmen Greenforest Foods Ltd. Perspektiven für Bauern. Doch vor den ersten Erfolgen galt es zahlreiche Mammutaufgaben zu lösen, wie der Blick hinter die Kulissen des Oikocredit-Partners offenbart.

Winterzeit ohne einheimische Erdnüsse – was in der Schweiz normal ist, galt bisher auch für Kenia. Die Nüsse wurden aus den benachbarten Ländern importiert, obschon das Klima für den Anbau günstig wäre. Aufgrund der Unzuverlässigkeit bei den Transporten wollte Greenforest Food Ltd. sich mit eigenem Saatgut und regionalem Anbau aus dieser Abhängigkeit lösen. Doch wer züchtet das passende Saatgut? Gemeinsam mit einem einheimischen Forschungsinstitut konnte ein System für die Produktion von lokalem Saatgut ins Leben gerufen werden. Diese Bemühungen waren Teil eines Programmes für lokale Wertschöpfung, welches von der US-Entwicklungshilfe USAID (Staatliche Entwicklungszusammenarbeit der Vereinigten Staaten von Amerika) gefördert wurde. Mit diesem Saatgut bauen heute 3'000 Bauern Erdnüssen an. Die hochwertige Verarbeitung und Verpackung ermöglichen den Bauern deutlich höhere Gewinne als in der bisherigen Bewirtschaftung. Bald werden die Anbauverbesserungen auch zu hören Erntemengen führen.

Die Investment-Genossenschaft Oikocredit ist seit 40 Jahren Pionier sozial-ethischer Investitionen. Mehr als 54'000 Anlegerinnen und Anleger finanzieren Projekte des Fairen Handels, Erneuerbarer Energien, der Förderung von Frauen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in über 70 Entwicklungs- und Schwellenländern.


«Einzig Oikocredit verstand unser Problem.»

Oikocredit gehört zu den wenigen Organisationen, die bereit sind, landwirtschaftliche Kleinunternehmen zu finanzieren. Dies ist einer der Gründe, weshalb der Firmeninhaber Athanas Matheka auch immer wieder betont: «Die Genossenschaft Oikocredit verstand als Einzige unser Problem.»

Beratung und Schulungen für Partner

2016 finanzierte Oikocredit 45 Beratungs- und Schulungsmassnahmen. Zum sozialen Auftrag von Oikocredit gehört ein ganzheitlicher Ansatz der verantwortungsvollen Finanzierung, der sozialen, ökologischen und finanziellen Gewinn verbindet. Zusätzlich zum Kapital brauchen unsere Partner häufig langfristig orientierte Beratung und Schulung, um ihre Wirksamkeit und Widerstandsfähigkeit steigern zu können.


Oikocredit führte 2015 ein Ausbildungs- und Schulungsprogramm mit Greenforest Foods Ltd. durch. Inhalt war die Vermarktung der Erdnüsse, die Neugestaltung der Produktverpackungen und die Sensibilisierung für die gesundheitlichen Vorteile des Verzehrs von Nüssen in der kenianischen Bevölkerung. Zusätzlich wurde ein Kredit zum Ausbau der Produktionsanlagen gewährt. Kredit und Ausbildung von Oikocredit waren somit wichtige Erfolgsfaktoren für dieses Projekt.

Oikocredit hat in Greenforest einen Partner gefunden, der nicht nur ein erfolgreiches Geschäftsmodell umsetzen konnte, sondern einen starken positiven Einfluss auf lokale Kleinbäuerinnen und Kleinbauern hat.

»Wenn es auf dem Land mehr Jobs gibt, bleiben die Menschen auch eher dort. Die Menschen müssen nicht in die Städte ziehen. In ländlichen Gebieten wird das verdiente Geld im familiären Umfeld ausgegeben, und ich bin der festen Überzeugung, dass dies das Leben der lokalen Bevölkerung bereichert.»
Athanas Matheka, Inhaber von Greenforest Foods Ltd.

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