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Warum gibt es Förderkreise?

Privatpersonen werden nicht direkt Mitglieder der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie treten stattdessen einem der beiden Schweizer Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Institutionen, die bei Oikocredit investieren.

Die Förderkreise sind für die treuhänderische Verwaltung der Gelder und die Mitgliederbetreuung zuständig. Sie sind Teil der internationalen Genossenschaft Oikocredit und üben dort ihr Stimmrecht aus.
In der Schweiz gibt es zwei Förderkreise: Oikocredit deutsche Schweiz und Oikocredit Suisse Romande. InvestorInnen wählen ihren Förderkreis gemäss Ihres Wohnsitzes und/oder ihrer sprachlichen Präferenzen. Italienischsprachige SchweizerInnen werden in beiden Förderkreisen gerne aufgenommen.

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Schweizer Geldanlage für indische Toiletten

Schweizer Geldanlage für indische Toiletten

Susila hat nun fließendes Wasser, eine Dusche und eine separate ToiletteJanuar 2018

600 Millionen Menschen in Indien haben keine ausreichende Sanitärversorgung und keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Unvorstellbare hygienische Bedingungen gefährden die Gesundheit, besonders von Kindern, und stellen eine erhebliche soziale Belastung für Mädchen und Frauen dar. Schweizer Anlegerinnen und Anleger der Genossenschaft Oikocredit schaffen mit ihrer sozialen Geldanlage Perspektiven.

„Sanitäranlagen sind wichtiger als die Unabhängigkeit.“, sagte schon Mohandas Gandhi. Bis heute hat Indien diese untragbaren hygienischen Bedingungen nicht gelöst. Mit der Regierungsübernahme 2014 verkündete der neue Premierminister Modi, sanitären Zugang für alle Inderinnen und Inder bis Ende 2019 zu schaffen. Die dafür notwendigen Anstrengungen können die indische Regierung und die Einwohner aber kaum alleine bewältigen. Die internationale Genossenschaft Oikocredit engagiert sich deshalb durch die Vergabe von Krediten und Schulungsprogrammen im Bereich Sanitärwesen.

Geldanlage mit großer Wirkung

Im Bundestaat Tamil Nadu, im Südosten Indiens, hat die 52-jährige Susila eine neue Toilette und Dusche gebaut. Vorher musste die Familie morgens und abends in der Dunkelheit zu einem ein Kilometer entfernt liegendem Feld gehen. «Doch was tust du, wenn du Schmetterlinge im Bauch hast, dann kannst du nicht bis abends warten», erklärt Susila und beschreibt so indirekt ihre Scham, am helllichten Tag ihre Bedürfnisse zu verrichten, während Leute am Feld vorbeigehen. «Ich habe erst über den Bau einer Toilette nachgedacht, als ich eines Nachts auf dem Feld eine Schlange entdeckte», berichtet Susila.

«Ich kann jetzt immer dann auf die Toilette gehen, wann ich möchte und muss keine Angst mehr haben», sagt Susila.

Mit Unterstützung eines Kredits von GUARDIAN, einem Partner von Oikocredit, liessen sie und ihre Familie die sanitären Einrichtungen 2012 von einem lokalen Handwerker bauen. Umgerechnet 950 Franken mussten sie dafür aufwenden; ein Großteil des Geldes kam aus Ersparnissen und durch einen Kredit Höhe von 230 Franken.

Die Investment-Genossenschaft Oikocredit ist seit 40 Jahren Pionier sozial-ethischer Investitionen. Mehr als 54'000 Anlegerinnen und Anleger finanzieren Projekte des Fairen Handels, Erneuerbarer Energien, der Förderung von Frauen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in über 70 Entwicklungs- und Schwellenländern.

Susila konnte ihr Projekt nur realisieren, weil sie Mitglied einer Frauenspargruppe in ihrem Viertel ist. 10 bis 15 Frauen, die sich gut kennen und vertrauen, schließen sich zusammen. Als Gruppe können sie dann Kredite beantragen. Sie bürgen füreinander und springen im Notfall für ein Mitglied ein, dass ihre wöchentliche Rate nicht zurückzahlen kann. Laut laut Susila sei das jedoch noch nie notwendig gewesen.

«Ich kann jetzt immer dann auf die Toilette gehen, wann ich möchte und muss keine Angst mehr haben», sagt Susila.

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Oikocredit hat sich von 2011 bis 2015 intensiv im Bereich Sanitärwesen, Wasser- und Stromversorgung (Projekt WATSAN) in Indien engagiert. Das Engagement wird bis heute fortgeführt. In dessen Rahmen wird auch der Partner GUARDIAN weiterhin mit Krediten und Schulungsprogrammen gefördert. So ermöglichen 1’900 Anlegerinnen und Anleger aus der Deutschschweiz unter anderem den Bau sanitärer Anlagen in Indien.

 

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