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Warum gibt es Förderkreise?

Privatpersonen werden nicht direkt Mitglieder der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie treten stattdessen einem der beiden Schweizer Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Institutionen, die bei Oikocredit investieren.

Die Förderkreise sind für die treuhänderische Verwaltung der Gelder und die Mitgliederbetreuung zuständig. Sie sind Teil der internationalen Genossenschaft Oikocredit und üben dort ihr Stimmrecht aus.
In der Schweiz gibt es zwei Förderkreise: Oikocredit deutsche Schweiz und Oikocredit Suisse Romande. InvestorInnen wählen ihren Förderkreis gemäss Ihres Wohnsitzes und/oder ihrer sprachlichen Präferenzen. Italienischsprachige SchweizerInnen werden in beiden Förderkreisen gerne aufgenommen.

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Nachhaltige Geldanlage bei Oikocredit

Positive Wirkung erzielen Attraktive Alternative Genossenschaft seit 1975

Geldanlage mit Sinn
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Fragen und Antworten zum Coronavirus

Fragen und Antworten zum Coronavirus

Oiko_Statement_nur Logo.jpg06. Mai 2020

Hier finden Sie Antworten zu aktuellen Fragen rund um Oikocredit International und die Corona-Pandemie.

Stand 6. Mai 2020

Wie wirkt sich die Coronavirus-Krise langfristig auf Oikocredits Partnerorganisationen und deren KundInnen aus?

Es ist noch zu früh, um zu sagen, welche finanziellen Folgen die Pandemie auf alle Märkte, in denen wir tätig sind, haben wird und wie sich diese auf unsere Partner und ihre finanzielle Nachhaltigkeit auswirken. Dies ist nicht nur bei Oikocredit der Fall, sondern eine Herausforderung für die ganze Welt.

Es ist aber wahrscheinlich, dass insbesondere die einkommensschwachen Gemeinschaften, mit denen unsere Partner zusammenarbeiten, stark von der Pandemie und deren Folgen betroffen sein werden. Dementsprechend glauben wir, dass sie zusätzliche Unterstützung benötigen werden und dass die Unterstützung, die Oikocredit anbieten kann, in Zukunft sogar noch wichtiger sein wird.

Wie unterstützt Oikocredit ihre Partnerorganisationen?

Unsere MitarbeiterInnen rund um den Globus arbeiten eng mit unseren Partnerorganisationen zusammen. Sie verfolgen die jeweils spezifische Situation in den betroffenen Ländern und Regionen und stehen mit all unseren über 600 Partnerorganisationen in Kontakt, zum Beispiel per Telefon. In diesem Dialog ermitteln wir ihre jeweiligen Bedürfnisse und Herausforderungen und finden gemeinsam heraus, wie Oikocredit am besten zur Bewältigung beitragen kann. Dies gilt insbesondere dort, wo Partner mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Welche zusätzliche Unterstützung bietet Oikocredit ihren Partnern an?

Oikocredit bietet ihren Partnern aktive Unterstützung durch zusätzliche Beratungsangebote und Capacity-Building-Programme an. Dazu gehören eine Webinar-Reihe zum Krisenmanagement während der Pandemie, Angebote zur virtuellen Vernetzung, damit Partner erfolgreiche Praktiken im Krisenmanagement austauschen können, sowie ein Coronavirus-Solidaritätsfonds, um Mikrofinanzpartnern zusätzliche Unterstützung für ihre KundInnen zukommen zu lassen.

Die Genossenschaft kooperiert zudem mit anderen Impact Investoren, etwa im Bereich Mikrofinanz. Mit vereinten Kräften werden gemeinsame Initiativen auf den Weg gebracht, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen. Zu den Initiativen gehören das Covid-19 Investor Statement mit NpM (Platform for Inclusive Finance, einer niederländischen Plattform für Investoren im inklusiven Finanzwesen) sowie die bindende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding/MoU) mit führenden Impact Investoren.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir unseren sozialen Auftrag verfolgen – zur Unterstützung unserer Partner und Menschen mit geringem Einkommen, denen unsere Partner dienen, in einer Zeit, in der ihr Bedarf an Unterstützung besonders groß ist.

Was bedeutet die Corona-Pandemie für Oikocredits Anlageportfolio?

Die AnlagenmanagerInnen bewerten fortlaufend die potenziellen Auswirkungen auf den Wert unseres Projektfinanzierungsportfolios, um das Kapital unserer Mitglieder und AnlegerInnen zu schützen. Aufgrund der Art unseres Portfolios (Darlehen und Kapitalbeteiligungen) und der Anzahl der Partnerorganisationen (über 600 Partner in mehr als 60 Ländern) wird die Bewertung der finanziellen Auswirkungen Zeit brauchen. Auch diese Bewertung werden wir immer wieder situationsbedingt der Entwicklung der Pandemie anpassen.

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäfts- und Finanzlage von Oikocredit sind noch nicht in Gänze absehbar. Wir erwarten allerdings, dass wir die Wachstumsziele, die wir in der Strategie 2018-2022 kommuniziert haben, nicht erreichen werden. Wir werden die Bewertung der Lage fortlaufend aktualisieren und dabei das jeweilige Ausmaß und die Dauer der Coronavirus-Krise in den Ländern und Regionen, in denen wir arbeiten, berücksichtigen.

Was bedeuten die Entwicklungen für die Mitglieder und AnlegerInnen von Oikocredit?

Wir sind beständig für unsere AnlegerInnen über die regionalen Förderkreise sowie die nationalen Geschäftsstellen erreichbar. Oikocredit International steht mit diesen in regelmäßigem Kontakt und verfolgt die Entwicklungen in allen Ländern, in denen wir AnlegerInnen haben, um auf länderspezifische Rückfragen und unterschiedliche Anliegen und Bedarfe reagieren zu können.

Ein Teil des umsichtigen Umgangs von Oikocredits mit der Corona-Krise besteht darin, den Dividendenvorschlag für die Generalversammlung im Juni von 1% auf 0% anzupassen. Die Gründe dafür, für 2019 keine Dividende auszuschütten, sind vielfältig. Wenn die durch die Pandemie verursachten Unsicherheiten anhalten, hilft diese Maßnahme dabei, den Fortbestand der Genossenschaft und den Schutz des Kapitals ihrer Mitglieder und AnlegerInnen zu gewährleisten. Darüber hinaus kann Oikocredit dadurch flexibler auf die Bedarfe der von ihr finanzierten Partner reagieren. Mehr über diese Entscheidung können Sie in der vollständigen Meldung zu diesem Thema lesen.

Warum hat Oikocredit die Dividendenempfehlung für 2019 von 1% auf 0% angepasst?

Oikocredit hatte im Zuge der Veröffentlichung ihrer positiven Finanzergebnisse für 2019 am 19. März einen Dividendenvorschlag von 1 Prozent angekündigt.

Die Entwicklung der Coronavirus-Krise hat seither den globalen Kontext, in dem Oikocredit tätig ist, erheblich verändert. Viele der Faktoren, die dem 1-Prozent-Vorschlag zugrunde lagen, sind nicht mehr gleichermaßen gültig.

Die vollen Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäfts- und Finanzlage von Oikocredit sind noch nicht absehbar, aber die Genossenschaft rechnet nicht mehr damit, ihre Wachstums- und Renditeziele für 2020 zu erreichen.

Angesichts der ständigen Veränderungen durch die Corona-Krise und der Unsicherheit, welche die Pandemie mit sich bringt, ist die Geschäftsführung von Oikocredit der Ansicht, dass es im Interesse der Genossenschaft sei, für 2019 keine Dividende an ihre Mitglieder auszuschütten:

  • Oikocredit kann so die 11 Millionen Euro, die ansonsten als Dividende ausgeschüttet würden, den allgemeinen Rücklagen zuführen. Dadurch ist die Genossenschaft in der Lage, auch mögliche negative wirtschaftliche Entwicklungen besser abzufedern, wenn diese eintreten sollten.
  • Dieser Schritt wird zudem zur Kontinuität der Genossenschaft und der Absicherung des Kapitals ihrer Mitglieder beitragen, während die durch die Pandemie verursachten Unsicherheiten anhalten.
  • Oikocredit wird dadurch flexibler auf die Bedürfnisse der von ihr finanzierten Partner reagieren können, die ihrerseits Menschen mit niedrigem Einkommen unterstützen, die von der Krise am stärksten betroffen sind.

Mehr über diese Entscheidung können Sie in der vollständigen Meldung zu diesem Thema lesen.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf Oikocredits Arbeit allgemein?

Oikocredit setzt die Arbeit trotz Corona-Pandemie selbstverständlich fort. Dabei achten wir besonders darauf, dass zentrale Prozesse ohne Beeinträchtigungen aufrecht erhalten werden. Wo möglich, arbeiten unsere MitarbeiterInnen von zuhause, Besprechungen halten wir per Videokonferenz ab. Als globales Unternehmen befolgen wir die Empfehlungen zur öffentlichen Gesundheit, die von den Behörden in den Ländern herausgegeben werden, in denen wir arbeiten.

Wie geht Oikocredit mit den Risiken um, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst werden?

Aktuell beobachten wir die Entwicklungen kontinuierlich und reagieren darauf. Wir verfügen über Notfallpläne für den Fall größerer Einschränkungen in unserem Betrieb. Zudem haben wir spezielle Fachteams aus Mitgliedern der Geschäftsführung von Oikocredit und internen ExpertInnen gegründet, um schnell und adäquat handeln zu können. Die speziellen Teams verfolgen insbesondere: 

  • den Status unserer Investitionen in und Darlehen an unsere Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika;
  • Fragen und Bedenken unserer Mitglieder und AnlegerInnen sowie die allgemeine Situation beim Zu- und Abfluss von Mitgliederkapital;
  • unser Anlageportfolio und andere liquide Mittel; und
  • allgemeine Entwicklungen im Zusammenhang mit der Pandemie, einschließlich ihrer Auswirkungen auf das Wohlergehen und die Wirkmöglichkeiten unserer MitarbeiterInnen weltweit.

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Unsere Geldanlage bei Oikocredit erfolgt mit der Überzeugung und dem Wissen, dass unser Geld dort sinnvoll für kleinbäuerliche Landwirtschaft eingesetzt wird.

Markus Brun Fastenopfer – Leiter Bereich Internationale Zusammenarbeit

Oikocredit deutsche Schweiz

  • 2'600 InvestorInnen

    aus der Deutschschweiz

  • 65 Mio. Franken

    investiertes Kapital aus der Deutschschweiz

  • Seit 1983

    Oikocredit in der Deutschschweiz

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