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Suisse Romande Deutsche Schweiz

Warum gibt es Förderkreise?

Privatpersonen werden nicht direkt Mitglieder der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie treten stattdessen einem der beiden Schweizer Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Institutionen, die bei Oikocredit investieren.

Die Förderkreise sind für die treuhänderische Verwaltung der Gelder und die Mitgliederbetreuung zuständig. Sie sind Teil der internationalen Genossenschaft Oikocredit und üben dort ihr Stimmrecht aus.
In der Schweiz gibt es zwei Förderkreise: Oikocredit deutsche Schweiz und Oikocredit Suisse Romande. InvestorInnen wählen ihren Förderkreis gemäss Ihres Wohnsitzes und/oder ihrer sprachlichen Präferenzen. Italienischsprachige SchweizerInnen werden in beiden Förderkreisen gerne aufgenommen.

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Nachhaltige Geldanlage bei Oikocredit

Positive Wirkung erzielen Attraktive Alternative Genossenschaft seit 1975

Geldanlage mit Sinn
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Es geht um mehr als nur Finanzen

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laura-pool.jpg24. April 2019

Oikocredit International hat vor Kurzem ihre Finanzergebnisse für 2018 veröffentlicht. Für einen tieferen Einblick in die Ergebnisse und Erkenntnisse darüber, wie die Genossenschaft auf die Verbesserung ihrer zukünftigen Ergebnisse hinarbeitet, haben wir mit Laura Pool, Director of Finance & Risk von Oikocredit, gesprochen.

Was motiviert Sie für Oikocredit zu arbeiten?

Ich bin überzeugt, dass unsere Arbeit Wirkung hat. Bei Oikocredit geht es nicht nur um Investitionen und Kredite. Wir kümmern uns um unsere Partnerorganisationen und die Arbeit, die sie leisten.

Ich habe viel Erfahrung mit Finanzinstitutionen und ich habe gesehen, wie die Bereitstellung von Fachwissen und die Verwendung der richtigen Finanzinstrumente den Unterschied ausmachen können. Dies tun wir für unsere Partner. Sie sind es, die das Leben ihrer KundInnen verändern, daher ist es wichtig, sie auszurüsten und zu unterstützen. Unsere starke Präsenz vor Ort hilft uns dabei.

Ich arbeite auch gerne mit einer vielfältigen Gruppe von KollegInnen in unserem internationalen Büro in Amersfoort und dessen Umfeld zusammen. Ich lerne jeden Tag, wie Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt arbeiten und denken, und das finde ich faszinierend.

Oikocredit International hat gerade ihre Finanzergebnisse für 2018 veröffentlicht. Was waren einige der zentralen Ergebnisse?

Unser Mitgliederkapital ist gewachsen, und damit auch unsere Bilanz. Unser Portfolio im Bereich Finanzielle Inklusion als auch das Landwirtschaftsportfolio sind deutlich gewachsen, und das Gesamtportfolio für die Entwicklungsfinanzierung hat zum zweiten Mal die Marke von einer Milliarde überschritten.

Je mehr wir wachsen, desto mehr können wir unsere Partner dabei unterstützen, das Leben einkommensschwacher Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika positiv zu beeinflussen. Infolge unserer neuen Absicherungspolitik konnten wir die negativen Auswirkungen von Wechselkursschwankungen im Vergleich zu 2017 stark reduzieren.

Unsere Gesamtergebnisse werden weiterhin durch das Niedrigzinsumfeld beeinflusst und betragen nach Mittelzuweisung bescheidene 1,3 Millionen. Wir haben dies jedoch erwartet, da wir wussten, dass wir aufgrund unserer aktualisierten Strategie Zeit brauchen würden, um unsere Kosten zu senken und die Margen in unserem Portfolio zu verbessern.

Warum hat Oikocredit eine neue Absicherungspolitik eingeführt?

Im Rahmen der neuen Richtlinie sichern wir den grössten Teil unseres Fremdwährungsengagements mittels Dritter ab. Wir tun dies, um die negativen Auswirkungen von Währungsschwankungen auf unsere Ergebnisse zu begrenzen.

Dies ist wichtig, weil wir unseren Partnern weiterhin Kredite in ihren lokalen Währungen anbieten möchten. Dies schützt sie vor Währungsverlusten durch Abwertungen, vor denen sie sich normalerweise nicht selbst schützen können.

In den Jahren bis 2017 haben wir uns an unseren internen "Local Currency Risk Fund" gewandt, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auszugleichen. In den letzten Jahren war der Fonds jedoch fast vollständig aufgebraucht.

Bei Oikocredit unterstützen wir unsere Partner je nach ihren Bedürfnissen, wo immer es möglich ist. Die neue Absicherungspolitik ermöglicht es uns, dies auch weiterhin zu tun.

Welche Massnahmen ergreifen Sie, um die Finanzergebnisse von Oikocredit zukünftig zu verbessern?

Unsere überarbeitete Strategie, in der wir beschlossen haben, uns auf drei Sektoren und 33 Wachstumsländer zu konzentrieren, ist der wichtigste Schritt. In Kombination mit diesem Fokus streben wir nach Wachstum, parallel zu einer Kostensenkung. Wir müssen ein gutes Gleichgewicht finden, um unsere Partner weiterhin zu bedienen sowie vor Ort präsent zu sein und dabei so effizient wie möglich zu sein.

Die Verbesserung unserer Margen bei Krediten – zur besseren Berücksichtigung der Kosten, die für die Bereitstellung der Kredite notwendig ist, – ist ebenfalls ein Bereich, der in unsere Gesamtstrategie passt. Dies wird uns helfen, finanziell stabiler zu sein und die bestmöglichen Voraussetzungen zu haben, um unsere Partner zu unterstützen. Wir werden uns auch weiterhin an Unternehmen beteiligen, was in der Regel eine höhere Rendite erzielt. Eigenkapital ist riskanter, aber mit dem Wachstum unseres Gesamtportfolios können wir zusätzliches Eigenkapital an Bord nehmen.

Hat die Umsetzung der aktualisierten Strategie bereits Auswirkungen auf die Finanzergebnisse von Oikocredit?

Wir sehen bereits eine geringe Kostensenkung und eine allmähliche Verbesserung der Margen. Die Umsetzung der Strategie ist jedoch noch nicht abgeschlossen, sodass wir die Auswirkungen erst Ende 2019 wirklich sehen werden.

Weitere Informationen zu diesen Änderungen und deren Auswirkungen auf Oikocredit finden Sie in diesem Interview mit unserem Direktor für Investitionen, Bart van Eyk.  

Der Vorstand schlägt eine Dividende von 1% vor. Wie sind Sie zu diesem Vorschlag gekommen?

Dieser Vorschlag wurde sehr im kooperativen Geist gemacht. Finanziell können wir es uns leisten, eine Dividende von 1% auszuschütten, aber wir haben dies nicht nur aus finanzieller Sicht betrachtet. Wir haben auch darüber nachgedacht, was langfristig eine bessere Lösung wäre, insbesondere für unsere Mitglieder und InvestorInnen.

Der Vorstand erwartete ein niedriges Nettoeinkommen und wir nahmen daher an, dass wir den Grossteil der Dividende aus den Rücklagen zahlen müssten. Wir haben dann mehrere Gespräche mit unseren Förderkreisen (den nationalen Vereinen, Anm.) und Mitgliedern geführt, um verschiedene Optionen zu prüfen, darunter keine Dividende, eine 0,5%-Dividende, eine 1%-Dividende, usw.

Wir baten um Feedback, wie Mitglieder und InvestorInnen auf diese Optionen reagieren würden, während wir auch die finanzielle Widerstandsfähigkeit von Oikocredit untersuchten.

Die Dividende von 1% ist ein Vorschlag des Vorstands, der auch vom Aufsichtsrat befürwortet wird. Die endgültige Entscheidung über die Dividende treffen jedoch immer die Mitglieder unserer Genossenschaft auf der Generalversammlung von Oikocredit International im Juni.

In der aktualisierten Strategie von Oikocredit heisst es, dass die soziale Wirkung an erster Stelle steht. Aber stört das den finanziellen Erfolg von Oikocredit?

Ich bin eigentlich überzeugt, dass die beiden – soziale Wirkung und finanzielle Nachhaltigkeit – Hand in Hand gehen. Wir glauben, dass ein mehrdimensionaler Ansatz die besten Ergebnisse liefert.

Wir betrachten sowohl die soziale Wirkung unserer Partner als auch ihre Risiken und Erträge. Es ist nicht nachhaltig oder hilfreich für eine Organisation, wenn wir sehen, dass sie auf lange Sicht nicht erfolgreich sein werden und trotzdem in sie investieren. 

Es gibt auf jeden Fall Zeiten, in denen wir ein finanziell höheres Risiko eingehen, da sich einige Organisationen auf eine wirklich hohe soziale Wirkung konzentrieren, aber wir versuchen eine gute Balance zu finden. In diesen Fällen arbeiten wir mit unseren Partnern zusammen, um ihnen zu helfen, ihr Risikomanagement und ihre finanzielle Nachhaltigkeit zu verbessern. Ein gutes Beispiel dafür ist unser Price Risk Management-Programm.

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Unsere Geldanlage bei Oikocredit erfolgt mit der Überzeugung und dem Wissen, dass unser Geld dort sinnvoll für kleinbäuerliche Landwirtschaft eingesetzt wird.

Markus Brun Fastenopfer – Leiter Bereich Süd

Oikocredit deutsche Schweiz

  • 2'250 InvestorInnen

    aus der Deutschschweiz

  • 58 Mio. Franken

    investiertes Kapital Deutschschweiz

  • Seit 1983

    Oikocredit in der Deutschschweiz

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