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Warum gibt es Förderkreise?

Privatpersonen werden nicht direkt Mitglieder der internationalen Genossenschaft Oikocredit. Sie treten stattdessen einem der beiden Schweizer Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Institutionen, die bei Oikocredit investieren.

Die Förderkreise sind für die treuhänderische Verwaltung der Gelder und die Mitgliederbetreuung zuständig. Sie sind Teil der internationalen Genossenschaft Oikocredit und üben dort ihr Stimmrecht aus.
In der Schweiz gibt es zwei Förderkreise: Oikocredit deutsche Schweiz und Oikocredit Suisse Romande. InvestorInnen wählen ihren Förderkreis gemäss Ihres Wohnsitzes und/oder ihrer sprachlichen Präferenzen. Italienischsprachige SchweizerInnen werden in beiden Förderkreisen gerne aufgenommen.

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Erleichterter Marktzugang für Kleinbauern und -bäuerinnen in Indien

Erleichterter Marktzugang für Kleinbauern und -bäuerinnen in Indien

YCOOK-IN-28.jpg05. August 2019

Das junge Unternehmen Y-Cook bietet gesunde Fertigmahlzeiten an und unterstützt seine Lieferanten und Lieferantinnen gezielt.

„Als wir noch nicht mit Y-Cook zusammengearbeitet haben, bauten wir nur Blumen und Hirse an, aber keinen Mais. Für Mais gibt es feste Preise, die viel besser sind“, sagt Krishna Muthy, ein Bauer aus dem Dorf Kanekal im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Seit Krishna Oikocredits indischen Partner Y-Cook mit seinen Erzeugnissen beliefert, sind sowohl seine Ernteerträge als auch seine Preise deutlich gestiegen. Dadurch hat er jetzt stabile Erträge und vor allem mehr Lebensqualität für sich und seine Familie.

Frisches und gesundes Obst und Gemüse

Krishna ist einer von über 2'000 Bauern und Bäuerinnen in vier indischen Staaten, die den Oikocredit-Partner Y-Cook mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen beliefern. Y-Cook ist ein junges, innovatives Unternehmen, das frische und gesunde Fertigmahlzeiten anbietet. Die Lebensmittel werden binnen Stunden nach der Ernte verarbeitet sowie verpackt und sind frei von Konservierungs- und Zusatzstoffen.  

Y-Cook arbeitet eng mit seinen Zulieferern zusammen und leistet praktische Unterstützung, wie beispielsweise Bodenuntersuchungen, Schulung in sinnvollen landwirtschaftlichen Methoden und Qualitätskontrolle.

Krishna Muthy (rechts), Bauer und Kunde von Y-Cook, mit seinen Eltern im Maisfeld.

Kostenloses Saatgut und Beratung

Bäuerinnen und Bauern wie Krishna freuen sich über Y-Cooks praktische Hilfe in Form von Rat und Tat. Krishna betont: „Das Saatgut ist kostenlos und für die Ernte muss ich auch nicht zahlen. Ohne Y-Cooks Investitionen würde ich beim Maisanbau in zwei Monaten 22'000 Rupien (€ 275) verdienen. Aber mit Y-Cooks Unterstützung kann ich jetzt sogar 30'000 Rupien verdienen (€ 375).“

Y-Cook zieht in zentral gelegenen Gärtnereien sein eigenes Saatgut. Von dort werden die Bauern und Bäuerinnen dann kostenlos mit Setzlingen versorgt. Die Überreste von der Maisernte gehen gratis an Viehhalter in der Umgebung, die damit ihre Tiere füttern.

Gayathri Swahar, Y-Cooks Marketing Director, erklärt dazu: „Das Maisstroh wird an die Milchkühe verfüttert. Früher gaben die Kühe in Kanekal nur etwa fünf Kannen Milch. Seit sie Maisstroh erhalten, geben sie sogar 25 Kannen Milch! Laut unabhängigen Untersuchungen entspricht dies einer Verbesserung der Einkünfte um 114 Prozent.“

Höhere Erträge, höhere Einkommen

Dank der allgemeinen und technischen Unterstützung, die Y-Cook seinen über 2'000 Zulieferern bietet, erzielen diese Bauern und Bäuerinnen jetzt höhere Ernteerträge. Das heisst: höhere und stabilere Einkommen. Zudem können die bäuerlichen Kleinbetriebe jetzt direkt von ihrer Haustür aus verkaufen und müssen nicht mehr die beschwerliche Fahrt zu den Märkten der Umgebung auf sich nehmen.

Y-Cook arbeitet im Rahmen eines sogenannten Linkage-Programms, das die Bauern und Bäuerinnen über landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten regionenübergreifend miteinander vernetzt. Dieses bewährte Modell trägt dazu bei, die Risiken der kleinbäuerlichen Betriebe zu reduzieren. Des Weiteren schafft das Unternehmen indirekte Arbeitsplätze für über 300 geringqualifizierte Frauen in ländlichen Gebieten sowie im Rahmen von Initiativen zum Schutz des lokalen Ökosystems.

Partnerschaft für mehr Lebensqualität

Y-Cooks positive Wirkung auf die lokale Wirtschaft ist bedeutend, ebenso wie seine Fähigkeit, die Lebensqualität von Kleinbauern und -bäuerinnen zu verbessern. Aus diesem Grund hat Oikocredit zusammen mit der Risikokapitalgesellschaft 021 Capital im Mai 2018 eine Kapitalbeteiligung an Y-Cook übernommen. Diese Kapitalanlage steht im Einklang mit Oikocredits Strategie, in Unternehmen zu investieren, die soziale Wirkung erzielen sowie Kleinst- und Kleinunternehmen unterstützen wollen. Durch die Zusammenarbeit mit Y-Cook haben die Bauern und Bäuerinnen leichteren Zugang zum Markt und können sich müheloser mit anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der Wertschöpfungskette zusammenschliessen.

Gesunde Fertigmahlzeiten

Y-Cooks strategisches Konzept beruht darauf, praktische und erschwingliche Produkte anzubieten, die den Ansprüchen der wachsenden Arbeiter- und Mittelklasse in Indien entgegenkommen. Diese Menschen haben weniger Zeit zum Kochen, wollen aber gesunde, naturbelassene Mahlzeiten essen. Für diesen rasch wachsenden Markt fertigt Y-Cook eine Reihe gesunder und konservierungsstofffreier Fertigmahlzeiten, die bei Raumtemperatur bis zu einem Jahr haltbar sind. Unter dem Markennamen Ta-daa vertreibt Y-Cook u. a. gekochtes Gemüse, Obst und Linsen.

Lieferfertiger Mais in Y-Cooks Verarbeitungsbetrieb in Hosakote.

Wissenschaftliche Anbaumethoden

Y-Cooks CEO Janardhan Swahar erklärt die Vorteile für alle Beteiligten: „Die enge Zusammenarbeit mit den Bauern und Bäuerinnen sorgt nicht nur für hohe Produktqualität, sondern hilft unseren Kunden und Kundinnen auch, sich mit wissenschaftlichen Anbaumethoden vertraut zu machen. Das schafft eine nachhaltige Landwirtschaft auch für künftige Generationen.“ Das bedeutet, dass die üblichen Betriebsabläufe der Bauern und Bäuerinnen überwacht werden und dass die Qualität der Erzeugnisse dank regelmässiger Unterstützung gewährleistet ist. Am Ende stehen hochwertige Erzeugnisse ohne jegliche Pestizidrückstände.

Überdies gelten bestimmte Standards für die Ernte und den Transport der Erzeugnisse. Die Erzeugnisse der Farmen werden binnen 20 Stunden nach Ernte verarbeitet, sodass sie schnell, frisch und schonend in den Handel und damit zum Verbraucher gelangen.

Bessere Zukunft

Seit er Y-Cook beliefert, haben sich die Zukunftsaussichten für Krishna Muthy und seine Familie deutlich verbessert. Aber auch Y-Cook kann der Zukunft voller Zuversicht entgegensehen: 2021 will das Unternehmen mit mehr als 5'500 kleinbäuerlichen Betrieben zusammenarbeiten, denn die Nachfrage nach gesunden Fertigmahlzeiten steigt ständig. 

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Unsere Geldanlage bei Oikocredit erfolgt mit der Überzeugung und dem Wissen, dass unser Geld dort sinnvoll für kleinbäuerliche Landwirtschaft eingesetzt wird.

Markus Brun Fastenopfer – Leiter Bereich Süd

Oikocredit deutsche Schweiz

  • 2'250 InvestorInnen

    aus der Deutschschweiz

  • 58 Mio. Franken

    investiertes Kapital Deutschschweiz

  • Seit 1983

    Oikocredit in der Deutschschweiz

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